• Otzenrath – NRW Kinotag

  • am 17. November um 19:00 + 21:00 Uhr
  • Das 700 Jahre alte Dorf Otzenrath im Rhein-Kreis Neuss ist eines der zwanzig Ortschaften, die bis zum Jahr 2045 wegen des Braunkohletagebaus in Deutschland umgesiedelt werden. Für die dort lebenden Menschen bedeutet das den Verlust ihrer Heimat. Während des letzten Jahres, das die Otzenrather in ihrem alten Dorf verbringen konnten, drehte Jens Schanze mit dem Kameramann Börres Weiffenbach den
    u.a. mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichneten Film Otzenrather Sprung.

    Der Film begleitet die Einwohner im Rheinischen Braunkohlerevier während ihres letzen Jahres in der alten Heimat und dokumentiert, wie
    eine ganze Region auf ihre kollektive Umsiedlung vorbereitet wird. Sechs Jahre später besuchen sie die Menschen in Neu-Otzenrath erneut.
    Während diese versuchen, sich in ihrem neuen Ort und in ihren neuen Häusern zurechtzufinden, werden die letzten Überreste ihres alten Dorfes beseitigt. Gleichzeitig bemüht sich der Direktor des Tagebaus die „gutnachbarschaftlichen Beziehungen“ zu den Umsiedlern zu pflegen. Otzenrath 3° kälter verfolgt diese parallel ablaufenden Ereignisse über einen Zeitraum von 10 Monaten.